NaturFreunde Bad Staffelstein e.V.
sinnvolle Freizeitgestaltung für jung und alt

Jahresgeschehen 2019

13. - 17. 04. 2019

Skihochtourentage im Turtmanntal im Wallis

Das Turtmanntal im Wallis ist ein eher unbekanntes Tal westlich vom berühmten Mattertal mit seinem Luftkurort Zermatt am Ende. Im Winter ist es zudem noch schwer zugänglich, da die Zufahrtsstraße geschlossen ist.

Deshalb wollten wir das Tal mit der Turtmannhütte vom Val d’Annieviers aus erreichen. Den Samstag nutzten wir als Anreisetag und machten uns vor Ort ein Bild von der aktuellen Schneesituation. Leider mussten wir feststellen, dass auf der Südseite bereits bis 2000 m kein Schnee mehr lag, so dass unsere ursprüngliche Aufstiegsroute praktisch nicht möglich war. Jedoch bekamen wir glücklicherweise einen Tipp von der Hausfrau unserer Pension, so dass wir am Sonntag über Saint Luc und dem L’omen Rosso in das Turtmanntal zur Turtmannhütte aufsteigen konnten. Wie bereits gesagt, das Tal ist im Winter schwer zugänglich. Um das Ganze in Zahlen auszudrücken: Wir erreichten unsere Unterkunft nach 16 km und 1800 zurückgelegten Höhenmetern.

Am Sonntag bestiegen wir bei erneut herrlichem Sonnenschein das Üsser Barrhorn. Mit seinen etwa 3600 Metern Höhe war es unser perfekter Akklimatisationsgipfel. Da es in der Nacht einige wenige Zentimeter geschneit hatte und wir an diesem Tag alleine am Gipfel waren, hatten wir bei der Abfahrt auch unverspurte Hänge.

Das Brunnegghorn stand am Montag auf dem Plan. Das Wetter war für diesen Tag etwas schlechter gemeldet. Als wir aber um fünf Uhr morgens aus dem Fenster sahen, stellten wir fest, dass das Wetter besser als erwartet war, so dass wir um halb sieben mit unserer Tour starten konnten. Mit schwerem Gepäck stiegen wir über das sogenannte Gässi auf den Brunnegggletscher. Am Sattel richteten wir ein Skidepot ein und stiegen mit Steigeisen und Pickel die letzten 180 hm zu Fuß den Gipfel entgegen. Am Skidepot zurück, fuhren wir über den Brunnegggletscher in Richtung Turtmanngletscher ab. Über diesen gelangten wir zu unserer nächsten Unterkunft, der Cabane de Tracuit. Mit 17 km und 2100 hm war dieser Tag damit auch unser längster und anspruchsvollster.

Am Dienstag wartete noch ein kleines Highlight auf uns. Wir standen wieder zeitig auf und machten uns als Erste auf den Weg in Richtung Bishorn. Mit seinen 4153 Metern Höhe ein echter 4.000er. Dieses erreichten wir über den Turtmanngletscher. Anschließend fuhren wir insgesamt 2500 hm in das Tal hinab. Mit dem Bus gelangten wir wieder zu unserem Auto.

Die vier Skitourentage waren rückblickend fantastisch. Die Wetter- und Schneebedingungen waren perfekt. Die Touren waren konditionell sehr herausfordernd. Da wir als Gruppe aber alle gleich stark waren, haben wir die Tage gut gemeistert und sehr genossen.

07. 04. 2019

Anklettern an der Neuhauser Wand

 Bei traumhaften Wetter konnten wir die Klettersaison offiziell an der Neuhauser Wand im Aufseßtal eröffnen. Dabei wurden bis zu 12 Routen in den Schwierigkeitsgraden 4 - 7 (UIAA) geklettert. Der Ausklang des Klettertages fand bei Kaffee und Kuchen an unserer Hütte am Kemitzenstein statt.

29. - 31. 03. 2019

Skitouren Hohe Tauern

Ende März starteten wir zu fünft in die in den Hohen Tauern, um dort Skitouren zu gehen. Am Anreisetag unternahmen vier von uns einen kurzen Abstecher in den Wilden Kaiser und gingen das Ellmauer Tor als Einstiegsskitour mit rund 1200 hm bei bestem Sonnenschein. Am Abend trafen wir uns alle im Matreier Tauernhaus, von wo aus wir die nächsten zwei Tage Skitouren gingen. Am Samstag wurde aufgrund der optimalen Firnverhältnisse die Rote Säule mit ihren südseitigen Hängen gewählt. Nach einem längeren Talzustieg und einem sehr dichten Latschen- und Heckenstück gelangten wir in das weitläufige und 1000 hm lange Firngelände. Der Schlussanstieg wurde nochmal steil und ein schmaler Schnee- und Felsgrat führte dann zum Gipfel. Die 1500 hm - Abfahrt bot dann am Gipfelhang zunächst Pulver der dann in besten Firn überging und bescherte allen viel Spaß.

Tags darauf gingen wir Richtung Hochgasser. Nach harten und teils steilen Harschhängen erreichten wir nach 1,5 Stunden die Sonnenhänge unterhalb des Messlingkogel. Um diesen herum ansteigend querend gelangten wir in die Hänge unterhalb des Hochgasser, welche wieder gute Firnverhältnisse vermuten ließen. Gegen Mittag erreichten wir dann den Gipfel nach 1500 hm Aufstieg. Die Abfahrt war dann wieder durch den sehr guten Firn ein Genuss. Zum Abschluss gab es 40°-steile Firnabschnitte und eine immer schmaler werdende Rinne, die uns an ihrem Schluss in den Talboden des Matreier Tauernhauses wieder entließ.

Insgesamt war es ein sehr schönes Skitourenwochenende in traumhafter Umgebung mit ständigem Blick auf eine weitläufige Hochgebirgslandschaft mit Großvenediger, Großen Geiger etc.

15. - 17. 03. 2019

Freeride-Wochenende in Landeck / Tirol

Freitag Abend war Treffpunkt in Landeck in unserer Unterkunft (Pension Thialblick), um die nächsten beiden Freeride-Tage zu besprechen.

Bei herrlichem Wetter und super Schneelage, aber allerdings Lawinenwarnstufe 4 konnten wir am Samstag nur sehr defensiv unterwegs sein. Einige flache und sichere Abfahrtsvarianten im Gebiet Serfaus-Fiss-Ladis konnten wir allerdings ausfindig machen.

Am Sonntag waren wir erneut im Skigebiet Serfaus-Fiss-Ladis und konnten bei etwas entspannterer Lawinensituation den traumhaften Sonnenschein abseits der Pisten genießen und sogar noch ein paar Pulverhänge entdecken.

16. - 23. 02. 2019

Skitourenwoche in den Karpaten / Rumänien

Am Samstag, den 16.02.2019, fuhr uns Fritz zum Nürnberger Flughafen. Nach langer Planung sollte es endlich mit dem Flieger nach Sibiu gehen, um dort eine Woche lang Skitouren in den Karpaten im Fagaras-Gebirge unternehmen zu können. Nachdem uns die Sicherheitskontrollen trotz intensiver Internetrecherchen und Erkundigungen bei der Fluggesellschaft zwei unserer Gaskartuschen für die Lawinenrucksäcke kosteten, konnten wir unser Abenteuer endlich beginnen. Am Flughafen in Sibiu angekommen, nahmen wir unseren Mietwagen, einen geräumigen Opel Vivaro, in Empfang. Anschließend bezogen wir unser Quartier im Zentrum von Sibiu (auch Hermannstadt genannt) und  aßen schließlich in einem Restaurant typisch rumänische Küche. Den Abend ließen wir bei ein paar Bier in einer Kneipe gemütlich ausklingen.

Am Sonntagvormittag fuhren wir in etwa eineinhalb Stunden zum Brancoveau Kloster. Dort stellten wir unser Auto ab, um etwa drei Stunden später an unserer ersten Unterkunft, der Cabana de Sambatei anzukommen. Am Nachmittag buddelten wir unser erstes Schneeprofil, um einen ersten Eindruck in der Einschätzung der Lawinengefahr zu bekommen. Am Abend bekamen wir Bohnensuppe und Polenta mit Ziegenkäse in der sehr spartanisch eingerichteten Hütte serviert. Anschließend spielten wir noch ein paar Runden Bierkopf in unserem Schlafraum, da es dort aufgrund des Kachelofens am wärmsten war.

Unseren ersten Karpatengipfel erreichten wir am Montag. Am Morgen machten wir uns auf den Weg, um die etwa 1000 hm zum Cheia Bandei zu überwinden. Dabei bewegten wir uns in nahezu unberührtem Gelände. Lediglich eine Gruppe rumänischer Skitourengeher war bereits einen Tag zuvor am Gipfel. Jedoch war noch genügend Platz, um unsere eigenen Spuren in knietiefem perfekten Pulverschnee ziehen zu können. Wir fuhren nach dem Gipfel bis zum Fahrzeug ab, um gleich weiter nach Balea Lac umzusiedeln. Gegen halb fünf fuhren wir mit der Bergbahn nach Balea Lac, um die nächsten beiden Tage im gleichnamigen Hotel zu verbringen. Dort trafen wir wieder auf ein amerikanisches Pärchen, das wir bereits am Nürnberger Flughafen kennenlernen durften. Bei einem gemeinsamen Essen und ein paar Getränken unterhielten wir uns angeregt und tauschten unsere Erfahrungen der ersten Tage aus.

Dienstags planten wir eine schöne Rundtour. Da das Gelände in den Karpaten recht steil ist, muss man vor allem bei der Wegfindung achtsam sein. Wir fuhren zunächst ein Stück das Tal hinab, um anschließend ostseitig zur Saua Valuga (Saua = Sattel) aufzusteigen. Von dort aus gelangten wir in einen sehr steilen südseitigen Hang. Ein Stück konnten wir noch mit Ski aufsteigen, ehe wir kurz vor dem Gipfel des Capra ein Skidepot einrichteten. Die letzten Meter zum Gipfel legten wir zu Fuß am Grat zurück. Bei bestem Wetter fuhren wir schließlich den sehr steilen Südhang zum Lacul Caprita, um über einen kurzen Gegenanstieg über die Saua Capra wieder zur Hütte zu gelangen (ca. 650 hm).

Am Mittwoch war wieder Aufbruch angesagt. Über einen kurzen Anstieg erreichten wir die Saua Doamnei. Anschließend fuhren wir über das lange und wunderschöne Doamnei Tal zu unserem Fahrzeug ab. Dort fuhren wir zur kleinen Ortschaft Porumbacu de Sus und stiegen zur Negoiu-Hütte auf. Der Anstieg war mit etwa 1000 hm und 13 km sehr lang und beschwerlich. Der neue Hüttenwirt Marian empfing uns herzlich und bereitete uns ein deftiges rumänisches Abendessen zu.

Ein weiteres Highlight stand am Donnerstag auf dem Programm. Über einen Sommerwanderweg gelangten wir in das Caldera Serbote und von dort schließlich über gänzlich unberührte Hänge zum Puha. Nach einer Gipfelrast fuhren wir wieder in den Kessel ab, um noch einmal in Richtung Musceaua Scarii aufzusteigen. Leider zog kurz unterhalb des Gipfels Nebel auf, so dass wir abfellen mussten und wieder in Richtung Negoiu Hütte fuhren, wo wir Dank unseres Hüttenwirtes Marian wieder einen unvergessenen Abend verbringen durften.

Am Freitag hatten wir Neuschnee und schlechte Sicht, weshalb wir uns lediglich für die Abfahrt ins Tal entschieden. Anschließend bezogen wir wieder Quartier in Sibiu. Nach einer weiteren Nacht begaben wir uns am Samstagvormittag zum Flughafen in Sibiu, um wieder nach Hause zu fliegen. In Erinnerung werden unvergessliche Momente bleiben. Aufgrund des perfekten Wetters, den hervorragenden Schneeverhältnissen, sowie den tollen Begegnungen mit anderen Reisenden und der herzlichen rumänischen Bevölkerung war der Ausflug einfach einzigartig und nahezu perfekt.

01. - 03. 02. 2019

Leichtes Skitourenwochenende in den Kitzbüheler ALpen

An unserem Anreisetag konnten wir bei Sonnenschein und Föhnwetter von Hygna aus den Ludenstein erklimmen. Über Almwiesen ging es an verschneiden Bergalmen bei moderater Steigung Richtung Gipfel. Der Ludenstein auf 1830m befindet sich am Eingang des Alpbachtales. Vom Gipfel aus hat man eine wunderschöne Aussicht zum Rofan und ins Zillertal.

Samstags hat es in der Früh im Tal bei 4°C noch leicht geregnet. Das Wetter konnte uns aber nicht aufhalten die Joelspitze zu begehen. Umso höher wir stiegen umso besser wurde das Wetter bis die Wolken komplett aufrissen und das Panorama freigaben.

Am Abend wurde der Niederschlag etwas mehr und auch die Temperaturen gingen wieder zurück. Somit hatten wir Sonntag bis zu dreißig Zentimeter Neuschnee, perfekte Skibedingungen. Von Inneralpbach machten wir uns auf zum Schatzberg ehe es über unverspurte Wiesenhänge zurück ins Tal ging.

11. - 13. 01. 2019

Skifreizeit Kitzbüheler Alpen

Nachdem unser letztjähriger Skikurs „Alpen“ im Skigebiet Alpendorf/ St. Johann ausgerichtet wurde, ging es dieses Jahr in das verschneite Kitzbühel.  Die, aufgrund einiger, durch die massiven Schneefälle der letzten Wochen bedingten Absagen, dezimierte Gruppe, machte sich am Freitagnachmittag in Fahrgemeinschaften auf den Weg Richtung Süden. Bis auf einige witterungsbedingte Verzögerungen, verlief die Anreise reibungslos und alle konnten ihr Quartier in Aurach im Jugendhotel Noichl, bei Wirt Christian beziehen.  

Entgegen der Befürchtungen erwarteten uns am nächsten Morgen traumhafte Bedingungen. Nach der Einteilung der Gruppen konnte gegen 10 Uhr an der Bergstation der Wagstättbahn mit dem Skikurs begonnen werden. Während die Kinder, unter der fachkundigen Anleitung unserer Skiübungsleiter Gosbert Moschall, Jürgen Paul und Jan Kohmann, an ihrem Fahrkönnen feilten, erkundeten die Eltern auf eigene Faust das Skigebiet. Manch einer begutachtete auch die berüchtigte Streif-Abfahrt, auf der seit 1931 das weltbekannte Hahnenkammrennen stattfindet. Bei dem gemeinsamen Mittagessen stärkten sich die Skifahrer und tauschten ihr Erfahrungen aus. Nachdem der erste Skikurstag gegen 15 Uhr erfolgreich beendet werden konnten, begaben wir uns, erschöpft aber zufrieden, mit dem Skibus zurück zur Unterkunft, um nach dem Abendessen den Abend ausklingen zu lassen.

Auch am nächsten Tag ging es, diesmal mit der Maierlbahn, hoch in das Skigebiet. Wie am ersten Skikurstag, stand auch am Zweiten der Spaß an der Bewegung in der Natur im Vordergrund. Mit Blick auf das winterliche Kitzbühel, genossen unsere Kinder und Erwachsene bei leichtem Schneefall die Abfahrten. Auch dieser Tag verlief verletzungsfrei und so nahmen die Kinder am Nachmittag mit strahlenden Augen ihre Medaillen für die erfolgreiche Teilnahme entgegen.

Aufgrund der hervorragenden Bedingungen wird der Skikurs mit Kindern und Eltern auch im nächsten Jahr wieder im Skigebiet Kitzbühel stattfinden.

 05. 01. 2019

Erster Skikurs der Saison 2018/2019

Dank niedriger Temperaturen nach dem Jahreswechsel und einsetzendem Schneefall in den Mittelgebirgen konnten wir am 5.1.2019 unseren ersten Skikurs in der winterlich verschneiten Skiarena Heubach/Thr. durchführen. Los ging es um 8:30 Uhr an der Jet-Tankstelle in Bad Staffelstein, so dass wir den Kurs auch pünktlich um 10:00 Uhr starten konnten. In verschiedene Könnensgruppen eingeteilt, vermittelten unsere Trainer und Betreuer mit Spiel und Spass das Skifahren – der zwischenzeitlich einsetzende leichte Nieselregen geriet in Vergessenheit.

Während sich die Fortgeschrittenen und Könner am Haupthang ihre Skitechnik verbesserten, startete für die „Beginner“ der Skikurs im flacheren Gelände. Acht Kinder machten dabei das erste Mal Erfahrung mit Skiern und die Eltern waren mächtig stolz, dass bereits am Nachmittag ihre Kinder Kurven fahren und bremsen konnten. Alle konnten so am Nachmittag auf einen gelungenen ersten Skikurstag zurückblicken.