NaturFreunde Bad Staffelstein e.V.
 

Jahresgeschehen 2022

02.04.2022
Saisonfinale Skihang Romansthal

10 cm Schnee reichten aus, dass wir die wohl längste Saison in ganz Franken feiern konnten. Unser Skilift in Romansthal hatte als erster Lift bereits am 9.12.2021 geöffnet und war bis zum 2. April 2022 als letzter Lift im Frankenland noch in Betrieb. Einen Status, den man uns wohl so schnell nicht mehr nimmt ..., nun gut, dazwischen konnte der Lift nur am zweiten Januarwochenende betrieben werden….

Auch diesmal war es aber nur wieder dem kurzfristigen Einsatz unser Mitglieder möglich, den Kindern auf den Höhen des Maintals einen herrlichen Schneetag zu ermöglichen. Über Email, WhatsApp und unsere Homepage wurden Mitglieder und Nichtmitglieder über den ungewöhnlichen Saisonendspurt schnellstmöglich informiert. Nicht wenige hielten es zunächst für einen Aprilscherz als die Vorankündigung die Runde machte.

Aufgrund der Wetterprognosen starteten wir am Samstag diesmal bereits um 11:00 Uhr bei Temperaturen von -2°C, 10 cm Schnee und einer geschlossenen Schneedecke. Bereits vor Öffnung waren aufgrund der Nähe die Romansthaler Kinder am Skihang. Das Liftpersonal hatte dann vor allen die ersten beiden Stunden bis in den Nachmittag hinein gut zu tun.

Wir haben uns gefreut, dass kurzentschlossen so viele Kinder und Erwachsene noch einmal zu uns an den Skilift gekommen sind und einen ungewöhnlichen und damit unvergesslichen Skitag an einem 2. April hatten.

11. - 14.03.2022
Skitour Kolm - Saigurn

Am Anreisetag am Freitag konnten wir das gute Wetter nutzen um noch eine kleine Tour zur Kolmkarspitze zu unternehmen. Bei Traumwetter ohne Wind hatten wir einen hervorragenden Blick auf unsere nächsten Tourenziele Hocharn und Sonnblick. Die Tour führte moderat durch Jahrhundertalte Zirbenwälder und über 1a Skihänge. Nach ca. 1000 hm hatten wir dann unser Ziel erreicht und konnten uns über eine schöne Abfahrt durch teils noch pulvrigen Schnee freuen.

Bei frostigen Temperaturen im Talkessel des Naturfreundehauses Kolm-Saigurn machten wir uns am Samstagmorgen auf den Weg zum hohen Sonnblick. Nach den ersten 600 hm zur Neubauhütte der österreichischen Nf waren wir warmgelaufen und konnten die nächsten 1000 hm in Angriff nehmen. Es ging über die Rojacher Hütte und über einen steilen Sommerweg hinauf auf den Gipfel. Der steile Anstieg über den Sommerweg ist nur unter sicheren Bedingungen und bestem Wetter möglich, da eine Steilrinne mit über 40° gequert werden muss. Nach dem kräftezehrenden Aufstieg hatten wir uns am Zittelhaus die Kaspresssuppe redlich verdient. Da der hohe Sonnblick das höchste und älteste Wetterobservatorium Europas beherbergt, wird der Adlerhorst mit einer Materialseilbahn beliefert. Die Abfahrt über den Goldberkees und durch eine 45° steile Rinne am Gletscherbruch konnten wir dank der Stärkung ohne Probleme meistern. Danach machten wir noch eine kurze Pause an der Neubauhütte und fuhren an den Eisfällen vorbei zurück zu unserer Unterkunft.

Am Sonntag stand der Höhepunkt unseres Ausflugs auf dem Programm – der Hocharn, der höchste Gipfel in der Goldberggruppe und mit fast 1700 Aufstiegs-Höhenmeter auch der anstrengendste Gipfel in der Gruppe. Vom Naturfreundehaus gehen die ersten 2 km flach Richtung Tal hin. Danach wendet man sich dem Gipfel zu und steigt durch die Lachbergklamm die ersten 500 hm steil hinauf immer im Blick das gestrige Tourenziel. Von dort wendet man sich der Ostflanke des Gipfels zu, die sich über 1000 hm ohne nennenswertes Flachstück hinaufzieht. Bei leichtem Föhnwind hatten wir vom Gipfel einen Sensationellen Ausblick auf Großglockner, den Ankogel, die Liezenzer Dolomiten und viele weitere Gipfel in den hohen Tauern und auch darüber hinaus. Da schmeckt die Gipfelbrotzeit gleich doppelt so gut. Der Abfahrtsgenuss durch das Kupierte Gelände wurde leider teils durch windgepressten Schnee gestört. Diesen konnten wir aber durch eine Abfahrtsvariante durch eine Rinne nahezu umgehen. Wieder im Tal angekommen, blickten wir noch einmal zurück auf den Gipfel, der wohl noch lange in unserer Erinnerung bleibt.

Geplant war am Montag noch eine kurze Tour in westlicher Himmelsrichtung zum Filzenkamm. Nachdem sich aber ein Teilnehmer die Tourenbindung am Morgen unfreiwillig zerstört hat, machten wir uns am Montag wieder auf dem Weg nach Hause. Nach über 4000 Aufstiegs-Höhenmeter können wir aber auf drei durchaus erfolgreiche Tourentage zurückblicken und so war der vorzeitige Abschied dann auch nicht so schwer.